Das Team Commerzbank Hamburg ist nun mit einer Zeit von 6 Tagen, 18 Stunden und 15 Minuten (!) als offizieller Finisher gelistet.
Aus unerklärlichen Gründen wurden uns 15 Minuten auf die tatsächlich benötigte Zeit am Ende aufgeschlagen. Dem dagegen erhobenen Einspruch wurde fairerweise stattgegeben. Somit korrigiert sich auch unsere Durchschnittsgeschwindigkeit auf 18,52 mph = 29,78 km/h und der Abstand zu den neuseeländischen Konkurrenten "Icebreaker" auf 20 Minuten.
Verglichen mit anderen deutschen Viererteams waren wir 2010 nicht nur das schnellste, sondern haben mit Abstand die beste Zeit der letzten 16 Jahre eingefahren! Nur das Team Centurion hat 1994 die seinerzeit mit 2.900 Meilen bemessene Strecke in 5 Tagen, 9 Stunden und 17 Minuten aufgestellt. Respekt!
Unser großes Dankeschön
Unser Dank gilt allen Sponsoren und der TrainingsWerft, die es uns ermöglicht haben, nicht nur am härtesten Radrennen der Welt, sondern auch mit der entsprechend hohen Geschwindigkeit fahren zu können. Wir danken:
Mark Kienast von der TRAININGSWERFT für die wöchentlichen Trainingspläne und deren regelmäßiger Kontrolle; dem PARADOR für die hilfreichen Saunatrainings, die uns die Hitze erträglicher machten; HOLGER LÜTZ für die fantastischen Carbon-Einlagen unserer Radschuhe, die das Einschlafen unserer Füße verhinderten; ALPINA für die Fahrradhelme und -brillen, die uns die nötige Sicherheit boten, JEANTEX für die hochwertige Bekleidungsausstattung, FRESH TOOL, deren Kühlprodukte unseren Puls wieder in den Normalbereich brachten; GEBIOMIZED für die ausgefeilten Maßsättel und natürlich POISON für die High-Tech-Arbeitsgeräte, die auch in den U.S.A. interessierte Blicke auf sich zogen; der Firma SCHWALBE für die strapazierfähigen Schläuche und Mäntel; GARMIN für die Navigationsgeräte, die uns den richtigen Weg zum Ziel zeigten, VITARGO, dessen Elektrolyte, Power-Riegel und Recovery uns die nötige Kraft gaben sowie der ULMEN- und der SILBER-Apotheke für die medizinische Versorgung.
Vielen, vielen Dank für die großartige Unterstützung!!!
Ohne Physio läuft nichts!
Lieber Mehdi! An dieser Stelle vom ganzen Team ein großes Dankeschön!!! Du bist maßgeblich daran beteiligt, dass wir nach nur sechs Tagen das Ziel erreicht haben. Du hast unsere Männer förmlich ins Ziel geknetet! Wenn deine Zauberhände nicht so fleißig gewesen wären, hätten wir es wohl kaum in solch einer phänomenalen Zeit und vor allem so geschmeidig und erholt - mit einem breiten Lächeln im Gesicht - ins Ziel geschafft.
Also noch einmal: ganz herzlichen Dank! Das war weltklasse und unverzichtbar! Dies ist die beste Referenz, die du dir in deiner physiotherapeutischen Laufbahn holen kannst. Anerkannt, gestempelt und unterschrieben vom besten deutschen Viererteam des RAAM 2010.
Das Ziel
Es war ein spannendes Rennen bis zum Schluss. Bei der drittletzten Time Station (52) musste zunächst unsere Zeitstrafe von 15 Minuten abgesessen werden. Mit dieser einen Penalty wegen zu dichtem Halten beim Wechsel am Fahrbahnrand sind wir noch glimpflich davon gekommen. Gerade als sich unser Fahrer um 08:33 Uhr wieder auf den Weg machte, bemerkten wir am Begleitfahrzeug einen Plattfuß. Etwas Panik kam auf, der Camper nahm spontan die Verfolgung des Fahrers auf, während der Van wieder bereift wurde. Leider kam unser Fahrer von der Route ab und es kostete uns einige Zeit, ihn wieder zu finden, mittlerweile - Gott sei Dank - auf dem richtigen Track. Bei Time Station 53 wurde nochmal ein kompletter Fahrerwechsel vollzogen und dann folgte die letzte Etappe mit Highspeed und Highend-Kampfgeist bis zur TS 54. Unsere Verfolger, Team Icebreaker, die wir mit immer größerem Abstand schon Stunden zuvor abhängt hatten, schlossen immer weiter zu uns auf. Am Ende konnten wir sie 5 Minuten (!!!) hinter uns lassen. Sehr große Erleichterung durchfuhr uns! Die letzte Etappe wurden wir ins Ziel escortiert und erreichten nach 6d 18h 30m den Zielbanner des Race Across America. Unsere Jungs flippten aus, begeisterten beim Interview die RAAM-Officials mit Emotionen und sprangen anschließend in voller Montur ins Hafenbecken von Annapolis. Beim abendlichen Bankett ging nur knapp (aufgrund der Zeitstrafe) die Auszeichung des "Roukie of the Year" (für Neulinge) an uns vorbei.
Stolz blicken wir auf das Ranking in der Kategorie 4er Team:
insgesamt (m/f/mixed): Platz 9 (von 24)
unter 50 Jahre (male): Platz 5 (von 11)
und nur Standardräder: Platz 4 (von 10)
Das Ziel, eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 27 km/h zu erreichen, wurde deutlich überboten. Sie erreichten mit 29,6 km/h einen um 10% besseren Schnitt. Damit wurde auch die zuvor veranschlagte Zeit von 7,5 Tagen deutlich übertroffen
Ein einmaliges Erlebnis!
Neuigkeiten von Daheimgebliebenen
Das Rennen neigt sich dem Ende. In den frühen Morgenstunden vom 19.06.2010 gegen 08:30 Uhr (Ortszeit = Race-Zeit) wird das Team Commerzbank Hamburg hoffentlich die Zielflagge sehen. Der Handyempfang ist weiterhin dürftig. Die Fahrer sind schon sehr erschöpft doch halten wacker ihre Leistung. Ein Schnitt knapp über 30km/h. Derzeit auf einem hervorragendem 5 Gesamtrang und zweites ausländisches Team.
Wer immer live dabei sein will schaut sich unter: Live-Ticker
den akutellen Live-Ticker an. Auch dort wird das Team Commerzbank Hamburg mit hervorgehoben.
Die letzte erreichte Timestation:
Eine animierte Karte mit allen Teams und Fahrern.
Aktuelle Plazierung des TEAM Commerzbank Hamburg
RAAM: Zieleinfahrt Teil 2
RAAM: Zieleinfahrt Teil 1
RAAM: Jan: "...das hätte man doch auch mit'm Auto machen können."
Das Race Across America (RAAM; www.raceacrossamerica.org) ist ein seit 1982 einmal im Jahr durchgeführtes Radrennen, das NONSTOP von der Westküste der Vereinigten Staaten (Oceanside) zur Ostküste (Annapolis) führt. Ziel ist es, die vorgegebene Strecke von ca. 5.000 km mit einer Gesamthöhendifferenz von über 30.000 hm am schnellsten zurückzulegen. Es gibt keine Etappen, sondern lediglich ca. 53 Kontrollstellen, die zu passieren sind. Das Radrennen gilt als extreme Herausforderung an die Sportler. 24 Stunden täglich Plackerei ohne festgelegte Ruhezeit, und das Tag für Tag, Nacht für Nacht bei jeder Witterung. Es gibt Einzelfahrer, 2er, 4er und 8er-Teams. Um das Rennen erfolgreich als Finisher zu beenden, muss ein Zeitlimit eingehalten werden.
Die BSG Commerzbank Hamburg wird am RAAM 2010 mit einem Viererteam teilnehmen.Jeder Fahrerfährt ca. 6 Stunden am Tag. Das Zeitlimit beträgt 9 Tage bzw. 216 Stunden. Unser Ziel: Die Strecke in weniger als 180 Stunden zu absolvieren! Hierfür muss jeder Fahrer ca. 160 km am Tag zurück legen. Über alle Höhen, durch alle Wüsten (Temperaturen von bis zu 50 Grad) und allen sonstigen Widrigkeiten (z.B. rote Ampeln, Stopschilder) zum Trotz, ist hierfür ein Schnitt von ca. 27 km pro Stunde erforderlich.